Liebe Patienten,
existiert in der Umgebung der Wurzelspitze Ihres Zahnes eine Entzündung oder eine Zyste kann eine Wurzelspitzenresektion (Entfernung der Wurzelspitze) notwendig sein um Ihren Zahn zu erhalten.

Operation
In Lokalanästhesie wird durch einen Zahnfleischschnitt der Knochen über der betroffenen Wurzelspitze freigelegt. Der Knochen wird im Bereich von wenigen Millimetern abgetragen und die Wurzelspitze reseziert (abgetrennt) sowie das entzündete Gewebe entfernt. In den meisten Fällen ist die Wurzelfüllung einige Tage vor der Operation erfolgt.
Zusätzlich kann der Wurzelkanal von retrograd, d. h. von der Wurzelspitze her, mit einem Zement gefüllt werden. Die Operation erfolgt in der Regel unter dem Mikroskop. Als Folge der Operation können Schwellung der Wange, Mundöffnungsbehinderung, Schluckbeschwerden und Temperaturerhöhungen (bis 39° C) auftreten. Diese gehen in aller Regel nach drei bis vier Tagen zurück. Nach einer Woche können die Fäden entfernt werden, die Wundheilung ist etwa nach vier Wochen abgeschlossen.

Komplikationen
Bei Wurzelspitzenresektionen im Oberkieferfrontzahnbereich bzw. Seitenzahnbereich kann es zur Eröffnung der benachbarten Nasen- oder Kieferhöhle kommen. Bei Entzündungsfreiheit heilt die Wunde trotzdem komplikationslos.
Bei Wurzelspitzenresektionen im Unterkieferseitenzahnbereich kann der an der Innenseite des Unterkiefers verlaufende Zungennerv bzw. der Unterkiefernerv durch die Lokalanästhesie oder durch die Operation lädiert werden.
Dies kann zu einem begrenzten, in seltenen Fällen auch dauerhaften Gefühlsausfall oder zu Geschmacksstörungen der betroffenen Zungenhälfte bzw. der Unterlippe führen. Um die Risiken möglichst gering zu halten, bitten wir Sie, unseren Anamnesebogen ausführlich zu beantworten, damit wir Fragen von Allgemeinerkrankungen, Allergien, Komplikationen nach bisherigen Operationen, Blutungsneigungen und nach Medikamenten vorgängig abklären können.

Rückfragen
Falls über die Behandlung und über mögliche Komplikationen noch Fragen bestehen sollten, lassen Sie es uns bitte wissen.

Verhalten nach der Operation
Hierzu erhalten Sie von uns ein Merkblatt (Prä- und postoperatives Verhalten) bezüglich des Verhaltens vor, am und nach dem Operationstag. Bei Operationen im Mund sind Einschränkungen der Mundöffnung und Schluckbeschwerden normal und sollten Sie nicht beunruhigen. Bei anhaltenden Nachblutungen, starken Schwellungen und Schmerzen, hohem Fieber oder Störungen Ihres Allgemeinbefindens im Zusammenhang mit der Operation, sollten Sie uns oder Ihren Hausarzt/Hauszahnarzt umgehend benachrichtigen.

Einverständniserklärung
Nach Durchlesen des Merkblattes und Abklärung noch fälliger Fragen im Aufklärungsgespräch mit dem behandelnden Zahnarzt, müssen Sie zum vorgeschlagenen operativen Eingriff Ihr Einverständnis geben (Unterschrift auf sep. Einverständniserklärung)., 81369 München, Telefon: 089 72 480-200, Fax: 089 72 480-220